PERFEKTER STURM

22 MART 2011

PERFEKTER STURM

 Amerika sucht neue Märkte, um den Kapitalkreislauf anzukurbeln, der durch die Wirtschaftskrise belastet wurde. Auch mit technologischer Hilfe erfindet das Land immer neue Produkte. In einer glitzernden Packung und mit der Aufschrift “for democratic change (für die demokratische Wandlung)” wird die neue Produktmarke “Perfekter Sturm (Perfekter Sturm)” zum Verkauf angeboten. Dieses Produkt, das von Hillary Clinton Anfang Februar in einer Gala in München präsentiert wurde ist ein Verkaufsschlager.

Das Produkt “Perfect Storm” der Firma Wiki Leaks ist ein Medikament. Es riecht nach “Jasmin” und lässt sich “lauwarm(!)” einnehmen. Ob vor oder nach den Mahlzeiten, spielt keine Rolle. Die Dosierung wird nach Körpergröße und –gewicht bestimmt. Hat man “Übergewicht”, muss man vorher eine Diät machen. Erst wenn man laut Gutachten einen Durchschnittswert erreicht (powerful trends) hat, kann man dieses Medikament einnehmen. Das Mittel ist sehr gut bei depressiven Zuständen. Die Patienten fühlen sich danach “frei” wie Vögel. Mit der Wirkung dieses Medikaments werden die Menschen zu “fortgeschrittenen Demokraten” und ihre Länder “fortgeschritten demokratisch”!

Der Amerikaner hat seine Marktforschung (status quo in the region) sehr gut erstellt. Die Leute wissen es, was sich wo gut verkaufen lässt. Auf der Zielscheibe stehen die Länder des Nahen Ostens und Nordafrikas, die eine Depression durchlaufen. Es ist eine unglaubliche Nachfrage vorhanden, sodass beim Verkauf sogar die “Barter”-Methode vorgeschlagen wird: d.h. “das Unterirdische gehört uns, der oberirdische Teil kann zurückbleiben”. John Bernnan, der Hauptberater Obamas ist zuständig für die Koordination. In Algerien, wo sich die zentrale Bürostelle befindet, finden mit den Verkaufsvertretern der Region ständig neue Treffen statt. Marketing Manager Murdock: In der El Cezire und El Arabiya laufen seine Werbesendungen.

Das Medikament ist in Tunesien sehr begehrt. Noch findet es keine Anwendung, doch die Verpackung ist sehr attraktiv. In Ägypten hat sie eine Million verkauft. Die Libyer und Jemeniten stehen an der Schlange. Für den Erwerb einer Packung dieses Medikaments haben sich die Menschen gegenseitig zerquetscht. Jeder, der danach ruft “Ich will auch davon!” geht auf die Straße. Es gibt Menschen, die auf breiten Plätzen Zelte gebaut haben und bis in die Morgenstunden dort warten. Die Menschen wollen so bald wie möglich dieses Medikament einnehmen, um “frei” zu sein und “Demokraten” zu werden.

Für eine effektive Wirkung des Medikaments empfiehlt die Herstellerfirma, die Einnahme unter Aufsicht “gesegneter” Menschen. “Sollten jedoch solche Menschen nicht verfügbar sein, haben wir ausgebildete Personen, die beauftragt werden können, damit alles unter Kontrolle steht (under control)!” heißt es.

Die Menschen haben jahrelang die verrückten Affären in Serienfilmen, Realityshows, von Schauspielerinnen, Models und Sängern gesehen und träumen ständig davon ihren „Stress loszuwerden“. Jetzt sind sie überaus glücklich und gleichzeitig hoffnungsfreudig. Das neue Produkt verkauft sich wie warme Semmeln. Ein Schiff, das mit diesen Produkten beladen ist, wartet auf den lybischen Hoheitsgewässern darauf am Kai anzulegen. Laut dem Nordatlantischen Pakt - NATO, wären Attraktionen möglich, um die Schiffsbesatzung hochzustimmen. Sie warten auf die Unterstützung der Vereinten Nationen. “Dieses Medikament ist ein genetisch verändertes Organismus und man versucht euch damit einzuschläfern und zu berauben” warnt Kaddafi das lybische Volk. Im Iran herrscht ein Widerstand: Die Mollas bezeichnen das Medikament als „religiös verboten“.

Einige Güter werden in Washington, andere jedoch auf den Produktionsstätten in Israel hergestellt. Frankreich, das als Nachahmer von Amerika bezichtigt wird, hat keine Chance in der Region. Für das tunesische Volk sind die Franzosen ohnehin Feinde. Auch Algerien hat sich ihnen den Rücken gekehrt. Sarkozy ist am Verzweifeln. Mit einem Kaugummi im Mund läuft er müßig herum. Italien hat sich verloren, wobei die Chinesen den Kopf völlig verloren haben.

Amerika hat das Medikament zuerst in Tunesien ausprobiert. Laut der Zeitung Le Quotidien haben ca. 60 Personen das Medikament in Tunesien vermarktet. Diese waren spezielle Mitarbeiter, die in Fort Bagg ausgebildet wurden. Sie wussten ihr Werk sehr gut. In 48 Stunden wurde die gesamte Ware abgesetzt. Staatspräsident Bin Ali war genervt, weil er nichts davon “abbekommen” hat. Mit der Hoffnung “doch noch etwas zu finden“, ist er nach Saudi Arabien gereist. Die Tunesier haben sich verloren, sie wurden zu „fortgeschrittenen Demokraten“!

Das Medikament kam am 25. Januar in Ägypten auf den Markt. Die Menschen haben sich schon Übernacht in die Schlange eingereiht. Eingewickelt in Decken haben sie tagelang gewartet. Das Medikament wurde fertiggekauft. Unter den namhaften ägyptischen Gesichtern sagte Ömer Süleyman Mubarak „er besitze das Rezept und wolle zeigen wie man es einnimmt”. Doch als seine „gesegnete“ Person in Frage gestellt wurde, gab er dann doch auf. Die Aufgabe hat Hüseyin Tantawi Mubarak übernommen. Tantawi Mubarak, rief dazu auf, dass “zuerst muslimische Brüder das Medikament probieren sollten!”. Alle religiösen Menschen im Land wurden mit dem lauwarmen Medikament aufgewärmt und völlig erwärmt. Die Kypties haben die Einnahme verweigert. Laut führenden Persönlichkeiten dieser Gemeinschaft “mussten sie auf der Hut sein, um nicht nochmal das zu erleben, was ihnen in der Neujahrsnacht in der Heiligen Kirche zugestoßen war“. Nun begann unter den Muslimen und den Christen der Streit um die „Einnahme“ des Medikaments. Letztlich kam Muhammed Al Baradei Mubarak auf die Bühne und sagte: Ich habe eine Marketing-Ausbildung und kandidiere für diese Sache”. “Komm im September!” war die Antwort auf ihn.

Noch vor der Verkaufsphase hat Washington eine gute Markstrategie entwickelt. Mit einem Lineal in der Hand wurden die Länder auf dem Markt mit „pro“ und „anti“ in zwei geteilt. Für die als pro bezeichneten Länder hiess es “Für Euch gibt es kein Medikament, schaut das Ihr selber zurecht kommt“. Neben den nordafrikanischen Ländern wurde Iran und Syrien in die zweite Gruppe aufgenommen. Palästina wurde ebenso in diese Liste aufgenommen. Dabei dachte sich Washington, “diese Menschen finden nicht einmal lauwarme Milch. Wie soll aus dem Mund dieser Menschen, die dieses lauwarme Medikament trinken und mit jedem neuen Schluck sich verlieren können, gute Worte ertönen”.

Die Firma Wiki ging in Serienproduktion. Wenn nichts dazwischen kommt wird sich das Medikament bald überall ausbreiten. Jeder wird zum “fortgeschrittenen Demokraten” und die “fortgeschrittene Demokratie” wird sich überall verbreiten!

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