DIE LÜGEN VON DEBKA
14 HAZİRAN 2010
Israel sucht einen Vorwand für den blutigen Überfall auf den türkischen Schiff mit Hilfsgütern für den Gaza. Denn der Überfall am 31. Mai, bei dem 9 Türken ums Leben gekommen sind, wird auch in Israel hinterfragt. Tausende von Menschen haben in Israel diesen schrecklichen Fehler und die 43 Jahre lange Besetzung des Gazas offenkundig gerügt. Zehn Offiziere der israelischen Marine haben den Anschlag auf den Hilfskonvoy als eine „militärische und politische Katastrophe“ bezeichnet. Dabei war die Reaktion der Soldaten auf die unmittelbare Belastung der Organisatoren der Flotte bemerkenswert. Der Minister für Soziale Sicherheit Yitzak Herzog, betonte, er werde der weltweit steigenden Kritik nicht weiter teilnahmslos gegenüberstehen können. Offensichtlich wird die israelische Regierung immer weiter in die Einsamkeit verdrängt. Ministerpräsident Binyamin Natanyahu, der die Operation komplett unterstützt hatte, muss sich jetzt mit den Brüchen in seinem Kabinett auseinandersetzen. So ist es auch nicht wunderlich, wenn er die Bildung einer gemeinsamen Kommission durch die Türkei, USA und Israel verweigert. Klar steht, Netanyahu ist sich bewusst, dass er nicht in der Lage ist, die 30 Kugeln im Körper der getöteten neun Türken zu erklären.
Deshalb ist die Internetseite DEBKA - eine Nebenorganisation des israelischen Nachrichtendienstes MOSSAD und bekannt für ihre Nähe zu militärischen Quellen- seit Anbeginn im Einsatz. Interessanterweise hat diese Webseite die Behauptung über die Verbindung der Nichtregierungsorganisation IHH mit der Al Kaida, der israelischen Regierung voraus, zur Sprache gebracht. Damit hat DEBKA den Rahmen für die israelische Propaganda vorgezeichnet. Daraus folgt wiederum die Frage: „Ist es überhaupt möglich, dass Israel, das eine Verwicklung der Terrororganisation mit der Aktion dieser Stiftung für Humanitäre Hilfe (IHH) behauptet, dies bis zuletzt nicht bemerkt hat?“ Tage nach diesem Ereignis gab Israel die Namen von zwei Türken bekannt, die an Bord der „Mavi Marmara“ waren und einen terroristischen Bezug haben sollen. Wenn Terroristen auf der Passagierliste gestanden haben, warum wurden dann die türkischen Behörden nicht darüber unterrichtet und eine Ermittlung ersucht? Abgesehen davon hat man diesen Personen zu diesen Behauptungen keinerlei Fragen gestellt, die getrennt von den übrigen Freiwilligen verhört wurden.
In ihren Behauptungen geht die DEBKA noch weiter und stellt zwei wichtige Namen als die Verantwortlichen dieser Krise in den Vordergrund, die erst neulich an die Spitze des Nationalen Nachrichtendienstes und des Staatssekretariats für die öffentliche Ordnung und Sicherheit ernannt wurden. Die Behauptung ist verrückt… Denn Fidan trat erst am 28. Mai 2010 sein Amt als Staatssekretär des MIT an und Güler, der Gouverneur von Istanbul, nahm erst am 1. Juni nach der Verordnung vom 13. Mai 2010 seinen Sitz im Staatssekretariat für die Öffentliche Sicherheit an. Die Organisation der Vorbereitungen für die „Hilfe für den Gaza“ wurde bereits vorher eingeleitet.
Der Versuch Israels sein Verschulden mit den Anschlag auf den „Mavi Marmara“ mit der Belastung dieser zwei Staatssekretäre zu hintergehen, die zufällig im gleichen Zeitraum ernannt wurden, bestätigt auch die Tatsache, dass Israel keine plausible Verteidigung mehr vorzulegen hat und „neben dem allmählichen Gesichtsverlust mit einem Vertrauensproblem gegenüber der Weltöffentlichkeit fertig werden muss“. Offensichtlich versucht die israelische Regierung, die sich in der Eigenverteidigung schwer tut, die Zielrichtung in der Spannung zu verändern.
Im Gegensatz zur DEBKA berichtet die Haaretz Zeitung, dass keine konkreten Informationen weder zur Verwicklung des MIT-Staatssekretärs Hakan Fidan in den Vorfall noch zu den Verbindungen der IHH vorliegen. Die Anwendung von populistischen Mitteln bei internationalen Krisen und die Verleumdung von Tatsachen mittels unglaubwürdigen Schlagzeilen, wie von DEBKA gehandhabt, können Fakten nicht verändern. Entscheidungsträger, die eine Operation gegen die Hilfsschiffe für den Gaza beschlossen haben, die mit einer militärischen und politischen Katastrophe ausgegangen ist, können diese Verantwortung nicht abschieben. Diese Operation widerspricht dem Menschenleben, der Professionalität und der Moral. Zudem ist dies nicht als ein Problem zwischen der Türkei und Israel zu sehen, sondern betrifft Israel und die internationale Gemeinschaft. Deshalb müssen wir jetzt erkennen, dass die Internationale Gemeinschaft einer ernsten Prüfung gegenübersteht.
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