ANTI-NUKLEARE LOBBYS

7 NİSAN 2009

ANTI-NUKLEARE LOBBYS

Mit dem Beginn des Zuschlagsprozesses für den Atomkraftwerkbau in unserem Land vermehren sich wieder die Kampagnen gegen die atomare Energie der anti-nuklearen Lobbys, um die Gesellschaft falsch zu informieren und das Thema auszunützen. Gleichzeitig werden in Medien und auf Seminaren und Konferenzen der verschiedenen Institute für Strategische Untersuchungen anti-nukleare Meinungen geäußert und in vielen Städten einschließlich in Sinop und Mersin werden Anti-Atom Demonstrationen durchgeführt.

Bei den Demonstrationen, an denen die einheimischen und ausländischen NGOs - unter denen befinden sich die Länder, welche von den Vorteilen der Atomenergie maximales Nutzen ziehen-, sowie Berufsorganisationen teilnehmen, wird der Unfall des Atomwerkes in Tschernobyl hervorgehoben und die Behörden werden bezüglich der geplanten Errichtung der Atomkraftwerke in der Türkei gewarnt.

Diese Gegen-Gruppen bemühen sich Anhänger zu erwerben, in dem sie behaupten, dass man den wieder verwertbaren Energiequellen keine genügende Bedeutung beimisst. Die Atomkraftwerke würden der Gesundheit von Menschen in ihrer Umgebung schaden. Es gäbe mögliche Unfallsrisiken und Risiken durch mögliche Erdbeben usw. Diesen Behauptungen fehlen jedoch feste Grundlagen. Sie bestehen nur aus beliebigen Interpretationen ohne jeglichen akademischen Wert.

Die effiziente Nutzung und Entwicklung dieser wieder verwertbaren Quellen wie der Wind-, Sonne- und Geothermik-Energie, die den Mittelpunk der Kritiken darstellen, sind zwar für die Energieproduktion geeignet. Die Menge dieser Quellen decken jedoch die Bedürfnisse des Landes wie die Türkei nicht, denn sie hat eine Bevölkerungszahl von 70 Millionen, die sich zunehmend erhöht.

Was die Sicherheit betrifft, hat die Internationale Atom-Energie Organisation (UAEA) im Jahre 1991 ein multinationales Projekt bezüglich der Sicherheit von Atomkraftwerken eingeleitet. In der Folge wurde mit dem Beitrag von Staaten, die Atomkraftwerke betreiben, und einigen Staaten, die keine Atomkraftwerke besitzen, eine international verbindliche „Nukleare Sicherheitskonvention“ ratifiziert, um die Unfälle wie Tschernobyl nicht noch einmal zu erleben. Ferner wurde der Umfang von Sicherheitsstandarten der UAEA erweitert und sie wurden einer Sicherheitsrevision unterzogen. So kann man sagen, dass die Sicherheit in den Atomkraftwerken auf höchstem Niveau gewährleistet wurde.

Diese Realitäten sind der gesamten Welt bewusst. So wird es schon von den Staaten, die nicht abhängig vom Außen sein wollen, mit ihren Schritten auf dem Bereich der nuklearen Energie bestätigt. Nach den internationalen Angaben wurden auf der Welt seid 1960 443 Atomkraftwerke gebaut. Zurzeit dauert der Bau von 31 Atomkraftwerken fort. In den Planungen sind weitere 64 Atomkraftwerke enthalten. 32 Staaten auf der Welt benutzen nukleare Energie. In 443 Atomkraftwerken, die gegenwärtig im Betrieb sind, werden insgesamt 370 Megawatt Elektrizitätsenergie hergestellt. Zum größten Teil sind es Industrieländer wie die USA, Belgien, Holland, Deutschland, Frankreich, Japan und Süd Korea. Frankreich deckt z.B. 80 % seines Energiebedarfes aus den Atomkraftwerken.

Trotz all dieser genannten Realitäten bezüglich der nuklearen Energie, stößt man sich auf die Frage: „Warum eigentlich solche Beeinflussungen? Diese Frage kann mit „nuklearen Lobbys“ beantwortet werden.

Wenn man die gesamten anti-nuklearen Aktivitäten, die auf der internationalen Ebene durchgeführt werden, untersucht, können wir die dahinter steckenden Mächte als Lobbys aufzählen wie „Erdöl-Lobbys“, „Nukleare Staaten, welche die Atomenergie als einen Trumpf ausspielen“ und die Staaten, die keine Rivalen als mächtige Nachbarn haben wollen.

Von den Erdöllobbys wird die Verbreitung der Atomkraftwerke bevor die Erdölreserven zu Ende gehen als eine Bedrohung wahrgenommen. Ein Staat, der fünf Atomkraftwerke verfügt, die 40 Jahre Lebensdauer haben und insgesamt 1000 MW Kraft besitzen, kann innerhalb von 40 Jahren insgesamt 320 Millionen Tonnen Erdöl sparen. Das Hervortreten von mehreren Staaten von solcher Art sorgt dafür, dass die Erdölmonopole große Befürchtungen haben, das Einkommen von Milliarden Tonnen Erdöl verloren gehen. So schaffen die Erdöl-Lobbys unter dem Vorwand des Tschernobyl-Unfalls und der nuklearen Bewaffnung einen „Angstzustand“ und sorgen dafür, dass diesbezügliche Meldungen öfters in der Presse erscheinen.

Ferner ist das Spiel der Staaten offensichtlich, welche die nukleare Energie als Trumpf ausspielen: In der ersten Phase wird die nukleare Technologie anhand der Anti-Lobbys als zu gefährlich dargestellt. Und in der zweiten Phase werden nur den Staaten, die ihre politische und wirtschaftliche Hegemonie akzeptieren, Atomkraftwerke und nukleare Brennstoff „alles fertig gestellt“ verkauft. Außer den Monopolen, der USA, Russland, einige europäische Staaten, Kanada und Australien wird die Produktion des nuklearen Brennstoffs von den anderen Staaten verhindert. So werden in diesem Bereich durch Abhängigkeiten der Staaten große Gewinne erzielt. Die Nuklearenergie produzierende Staaten sehen sich gleichzeitig als Rivalen: Die anti-nuklear Lobbys werden eingeschaltet, um zu verhindern, dass die Rivalen in den unter ihrem Einfluss stehenden Ländern Kernkraftwerke bauen. Außerdem nutzen sie diese Lobbys auch dafür, dass die Kernkraftwerk-Zuschläge der Länder durch ihre eigenen Firmen und unter ihren eigenen Bedingungen erteilt werden.

Auch die Staaten, die keine Rivalen als mächtige Nachbarn haben wollen, versuchen diese Rivalen am Erwerb von Kernkraftwerken zu hindern. Denn die Kernkrafttechnologie wird als potenzielle Kraft angesehen, die neben dem Energiebereich auch den anderen Bereichen den Anstoß für einen Technologie-Sprung geben kann. Die Staaten, die diese Technologie-Niveau erreicht haben, kommen durch ihren in kurzer Zeit erzielten Schritte in der Industrie in die Kategorie der „Technologisch Weitentwickelten Staaten“. Und dies wird von den Nachbarstaaten als eine Bedrohung wahrgenommen und die anti-nukleare Lobbys werden eingeschaltet.

Leider sind einige Institutionen, NGOs, Umweltschützer und Staatsbürger in unserem Land den Intrigen-Spielen, die auf Ausnutzung der humanitären Gefühle beruhen, nicht bewusst. Sie werden auch wenn ungewollt zum Instrument der Politiken, die das Ziel haben, die Schritte zu verhindern, welche die Abhängigkeit der Türkei verringern und der türkischen Entwicklung einen wichtigen Beitrag leisten würden.

Ich hoffe, dass dieses Schreiben unsere Mitmenschen, die sich für die Diffamierungskampagnen gegen die Atomenergie vorbereiten, dazu vorantreibt, ein wenig nachzudenken, zu recherchieren und am Ende eine klare Bewertung zu machen.

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