RUBIN: „BARZANI UND TALABANI STECKEN BIS ÜBER DEN HALS IN VERUNTREUUNGEN“
24 MART 2010
Der Lehrbeauftragter der American Enterprise Institute (AEI), der Naval Postgraduate School und der Johns Hopkins Universität, Michael Rubin hat in einem Interview vom 05. März 2010 die Entwicklungen im Nordirak bewertet. Vor allem seine Kritik an der KDP und an der PUK ist Aufmerksamkeit erweckend. Rubin, der als ein amerikanischer Nahost-Experte bekannt ist, hat bereits im Jahr 2008 in einem Bericht erwähnt, dass „Barzani und Talabani die Region mit einer Familiendiktatur und einer strengen Aufsicht führen, dass diese beiden Gruppen bis über den Hals in Veruntreuungen stecken und dass Barzani ein Vermögen von 2 Milliarden Dollar sowie Talabani ein Vermögen von 400 Millionen Dollar besitzt“.
Rubin sagte zusammengefast, dass in Kurdistan immer noch keine Demokratie gibt, dass die Kurden die Gelegenheit für ein freies und demokratisches Kurdistan nicht um des Geldes wegen verpassen sollten und dass es dem Ruf der Kurden auf Internationaler Ebene schaden würde, wenn ein paar Kurden am Wahltag Betrug begehen würden. Rubin sagte weiter, dass der Betrug in den letzten Sommer-Wahlen des kurdischen Parlaments aufgedeckt wurde. Es gebe Fotos, die zeigen, dass der Sohn von Mesut Barzani, Mesrur in zwei verschiedenen Wahlgebieten seine Stimme abgegeben hat.
Rubin sprach auch die Investition von Europa und der USA im Norden des Iraks an und bemerkte dazu, dass überwiegend nur eine oder zwei Familien Nutzen von den Investitionen ziehen, die Mehrzahl dieser Anlagen nicht produktiv seien und dass die Weiterentwicklung der Region wegen der Geldgier von Barzani und Talabani nicht stadtfinden würde. Nach Rubin habe Barzani seinen letzten Washington-Reise nicht durchgeführt, um Schritte zu einem unabhängigen kurdischen Staat zu unternehmen, sondern um seine eigenen Familieninteressen zu gewährleisten. Fermer kritisierte er die KDP-Zuständigen, die mehr Geld von Flugzeugen verlangen, die in Erbil landen wollen, als von denen verlangt wird die im Flughafen JKF in New York landen. Er macht dazu folgende Aussage: „Sie wollen nur ihre Taschen auffüllen“
Rubin macht auch im Interview darauf aufmerksam, dass die Firma für Telekommunikation und Mobiltelefon (KOREK) der Familie Barsanis schlecht geführt wird. Bekanntlich besitzen die Barzanis zusammen mit dieser Firma eine Vielzahl von Geschäfte und Hotelketten sowie Unternehmen. Die genannte Firma, welche im Jahr 2000 ihren Betrieb aufnahm, verfügt über 350 Mitarbeiter. Beobachter weisen darauf hin, dass das Vermögen der Barzani-Familie nach 1991 zugenommen hat. Allerdings ist die Situation des irakischen Staatspräsidenten Talabani nicht anders. Die Vorwürfe darüber, dass die Nokan Firmen-Gruppe, welche von Talabani gesteuert wird, bei den Ausschreibungen in der Region die Hauptrolle spielt und er daraus jeden Monat hohe Provisionen erhält, sind noch in den Gedanken.
Die Vorwürfe und Kritiken an Barzani und Talabani sind nicht neu. Jedoch verstärken die Aussagen von Rubin oder Anderer das Misstrauen gegen die kurdischen Zuständigen. Aus diesem Grund hinterfragt jetzt das in Elend lebende Volk der Region die Behauptungen bezüglich der Veruntreuungen noch mehr.
Nachrichten wurde 803 mal gelesen.