SAUDI -ARABIEN SOLLTE SICH FÜR REFORMEN SCHNELL ENTSCHEIDEN

10 AĞUSTOS 2004

SAUDI -ARABIEN SOLLTE  SICH FÜR REFORMEN SCHNELL ENTSCHEIDEN

Einem in der Zeitung "The Saudi Gazette" veröffentlichten Bericht zu Folge ist der Minister für Einladung und Einführung, Scheich Saleh Bin Abdul Aziz Al Scheich, mit den in den Moscheen in Dschidda beauftragten Imams zusammengekommen. Saleh habe gegenüber den Moschee- Beauftragten erklärt, dass sie nicht mögen, dass die Moscheen zum Instrument des Fanatismus und extremer Neigungen werden, welchenicht im Schariahrecht vorgesehen sind. Man würde erfahren, dass manche Prediger sich in ihren Predigten, anstatt an die Gemeinschaft an andere Staaten wenden würden. Sacharia würde dies nicht akzeptieren. Saleh, der darauf hinwies, dass manche Menschen in Internet-Seiten die anderen Moslems als ungläubige bezeichnen würden, deutete darauf hin, dass Prediger ständig das Thema behandeln müssen, dass man dies nicht akzeptieren wird. Es wurde bekanntgegeben, dass manche Prediger hitzige Reden über den heiligen Krieg halten würden und dass dieses von der Gemeinschaft, vor allem aber von Jugendlichen nicht begriffen werden kann, dass man Fanatismus unter dem Volk zustande kommen lässt und dass die separatistischen Kreisen versuchen würden, die Massen aus ihren Wegen an andere Richtungen zu lenken.

Aus einem in der Zeitung The Guardian veröffentlichten Artikel hat man erfahren, dass die Gegensätze zwischen der Lebensweise der königlichen Familie und dem religiösen Konservatismus, die zunehmende Verbreitung der Anschauung innerhalb des Volkes, das Regime würde von den USA unterstützt, die hohe Arbeitslosigkeit und Armut, die Korruption sowie das ungerechte Ablaufen des Justizsystems das Vertrauen gegenüber der königlichen Familie erschüttert. Zudem deutet man darauf hin, dass die Aktionen von Saudi Arabien, womit man Vahhabismus in islamische Länder exportiert, dazu führen, dass terroristische Organisationen gebildet und gespeist werden. Es wurde geäußert, dass die Führung, die bis zum 11.September 2001 den konservativen Aufbau durch Bestechungsgelder unter Kontrolle gehalten und bis vor kurzem radikal islamitische Gruppen unterstützt hatte, sei nun im Bewusstsein, dass sie keine andere Chance hat, als Bekämpfung von Terrorismus, um die Popularität der Dynastie nicht zu schwächen und die Unterstützung des Volkes zu gewähren. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Regierung, die El Kaide für die durch die in letzten Monaten verbreiteten terroristischen Anschläge hervorgerufenen störerischen Entwicklungen verantwortlich gemacht hatte, ein tragikomisches Verhalten aufweist. Mit anderen Worten, dass das Ungeheuer, das er selbst geschaffen hat, nun sie selber frisst.

Trotz all diesen desolaten Erscheinungen werden im Land einige Reformschritte getan. Der Außenminister Suud El-Faysal, der in Al-Arabiye TV Erklärungen über den Reformprozess und Terror abgegeben hat, sagte, dass die Sicherheitskräfte von Saudi Arabien die Führungskader in Arabien beseitigt habe und dass man alle dem Teufel dienenden Militanten vernichten wird; Zudem wurde gesagt, dass etwa 1200 Imams und Lehrer, welche in den Moscheen Beauftragt sind, von ihren Diensten entlassen werden.

Die Führung von Saudi Arabien wurde mit der Begründung, dass sie in den Schulbüchern durch die Abschnitte für Christen und Juden die Schüler radikalisieren und Hass hervorrufen würde, kritisiert. Als Erwiderung gegen den Vorwurf, die Ursachen des Terrorismus seien die Medressen, erhoben sich aus der Dynastie die Rufe, dass der Terror von denjenigen als Verschleierung benutzt werden, welche die islamische Erziehung abschaffen wollen und dass das eigentliche Ziel dafür das Abschaffen des islamischen Rechtes des Königreiches ist. Dennoch musste die Dynastie infolge des Druckes der reformistischen Kreise sowie durch internationalen Druck das Lehrprogramm am Anfang des neuen Lehrjahres prüfen.

Auf der anderen Seite der falsche Gebrauch der Kommunikationsmittel beeinträchtigt die Perspektive des saudischen Volkes im Hinblick auf den Terror. Man will nämlich dadurch, dass man versucht, die Aufmerksamkeit auf die "Tötung der unschuldigen Moslems" zu ziehen, so zu zeigen, ob die Tötung der Nichtmoslems "aus religiöser Sicht legitim sei". Die islamische Religion ist eigentlich eine universelle Religion. Eine Religion, die Liebe und Toleranz gewährt... Man müsste also an diesem Punkt dem Volk den richtigen Islam darbieten und offen erklären, dass diese Religion gegen Gewalt ist.

Die politischen Beobachter weisen darauf hin, dass die Terrororganisationen, welche seit Jahren von Saudi Arabien aus weltweit verbreitet sind, in den Schulen und religiösen Anstalten leicht gespeist werden. In der heutigen Zeit, wo der Kampf gegen den Terror auf der ganzen Welt von großer Bedeutung ist sowie die Bemühungen der Demokratisierung intensiver geworden sind, deutet man darauf hin, dass Saudi Arabien in allen Bereichen schnellstens Reformmaßnahmen ergreifen muss, um seinen Prestigeverlust wegen der Vorfälle am 11. September zu beseitigen. Die Experten deuten zudem darauf hin, dass in Saudi Arabien, wo eine gründliche Abwandlung nötig ist, als erstes durch Selbstkritik nationaler Kompromiss gewährleistet, die Fehler offensichtlich bekennt und im Rahmen der Beachtung der Anschauungen der anderen die Freiheit für Medien gewährt werden müssen.

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