DODIK WIEDER IN DER HAUPROLLE
19 ŞUBAT 2009
Der Brief des Ministerpräsidenten der Bosnisch Serbischen Republik (RS) Milorad Dodik an den israelischen Staatspräsidenten Shimon Perez mit der Ansicht „die RS unterstütze nicht die Demonstrationen in der Föderation von Bosnien und Herzegowina gegen Israel“, führte zu neuen Spannungen in der Politik des Landes.
Die Betonung Milorad Dodiks „er habe den Demonstrationen gegen Israel nicht zugestimmt, die in BH außerhalb des RS Territoriums stattgefunden haben“ wurden an der Spitze mit dem Leiter der Demokratischen Aktion Partei (SDA) Süleyman Tihiç, der Partei für Bosnien und Herzegowina (SBIH) sowie Soziale Demokratische Partei (SDP) scharf kritisiert.
Süleyman Tihiç sagte im Namen der SDA „der Brief an Perez zeige, wie Dodik moralisch heruntergekommen ist und in einer Zeit, wo Zivilisten mit modernsten Waffen, Panzern, Phosphorbomben getötet werden, mit dieser Botschaft seine zivilfeindliche und unmenschliche Seite gezeigt hat“. Tihiç meinte weiter „Dodik’s „unbedachte“ Aktion in einer Zeit wo die ganze demokratische Welt die Tötung von Zivillisten rügt, werde das serbische Volk von der Internationalen Gesellschaft isolieren. Die SDP hingegen hat die hohe Vertretung aufgefordert „Dodik abzusetzen, der entgegen der offiziellen Haltung in BH bezüglich des Israel-Palästina Konflikts, diesen Brief an Perez geschickt und damit seine Grenzen überschritten hat.“
Die Antwort auf die Kritik gegen den Ministerpräsidenten der RS kam von M.Dodiks Berater Arie Livne, dem Verantwortlichem in der RS-Vertretung in Israel. Livne sagte in einer Presseerklärung am 22. Januar in Banja Luca, „der Vergleich des Krieges in BH mit den Auseinandersetzungen auf dem Gaza sei ein „unverständlicher Skandal“. Die Gleichstellung des Einsatzes der israelischen Arme auf dem Gaza mit dem Krieg in BH, sei als eine unfreundschaftliche Haltung der BH gegenüber Israel aufgenommen worden. So sei es falsch M.Dodik mit Radovan Karadziç und Ratko Mladiç gleich zu bewerten und ihn unter den Verantwortlichen der Kriegsverbrechen gegen die Bosniaken zu zeigen.“
Die Worte A.Livnes, „die Vorfälle in Srebrenica sei kein Völkermord sondern ein ‚großes Verbrechen’“ und „der Vorfall sei nicht zu vergleichen mit dem Völkermord an den Juden im 2. Weltkrieg, wo 6 Millionen Juden getötet wurden“, hat in der BH Politik eine neue Diskussion entfacht. In einer Presseerklärung der bosniakischen Partei SBIH wurde darauf hingewiesen, dass „Livne, der RS Vertreter in Tel Aviv, mit seinen Erklärungen Dodik unterstützt hat, dabei gegen die Verfassung von BH und die Befugnisse der Behörden verstoßen habe. Der Vorgang zeige die chauvinistische Haltung dieser Person und der Strukturen, den dieser angehört.“
Die Experten sind sich einig darüber, dass die Erklärungen Dodik’s die Lage in BH, wo gerade ein Vertrauen zwischen den Völkern angestrebt wird, beeinträchtigen wird. Der „Dodik Brief“ werde als ein schwarzer Fleck in die Geschichte eingehen. Weiter wiesen die Experten darauf hin, dass der Brief die Behinderung der Entwicklung der Beziehungen in BH in der Zukunft bezweckt haben könnte.
Gleich im Anschluss an den Brief des BH Staatpräsidenrats Haris Silajdic an den palästinensischen Staatspräsidenten Mahmod Abbas, schrieb M. Dodik einen Brief an Israel. Behauptungen nach, soll dahinter „persönliche Vorteile“ liegen. RS Ministerpräsident Milorad Dodik soll in Israel eine Gehirnoperation hinter sich haben und für medizinische Untersuchungen zeitweise in dieses Land reisen. Hinter seinem Brief an Perez, soll diese persönliche Angelegenheit stehen.
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