DIE GRIECHISCHE BEVÖLKERUNG HAT ENDLICH DIE WAHRHEIT BEGRIFFEN!

19 ŞUBAT 2009

DIE GRIECHISCHE BEVÖLKERUNG HAT ENDLICH DIE WAHRHEIT BEGRIFFEN!

Nach der politischen- und wirtschaftlichen Krise von 2008, stand im neuen Jahr eine Volksumfrage in Griechenland mit ihrem unerwarteten Ergebnis im Focus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Die Umfrage der Firma Kapa Research mit dem Ziel die Tendenz und Ängste in der griechischen Bevölkerung herauszufinden, stellte folgendes fest: 59,2 % der griechischen Bevölkerung hat Angst vor „wirtschaftlichen Schulden“, 51,8 % vor „sozialen Erschütterungen“ und zu 17,8 % vor „dem Zerfall des politischen Systems“.

Interessant ist, dass die Türken/Türkei Phobie, die früher bei ähnlichen Umfragen einen hohen Anteil erhielt, diesmal doch weit zurück liegt. Dieser Umfrage nach, sind die Griechen mit zu 17,6 % vielmehr um die „Unterbrechung der Demokratie“ und mit 9,5 % „um die nationale Niederlage in der Frage um Skopje“ besorgt. Die Befürchtung „einer bewaffneten Auseinandersetzung mit der Türkei“ wird nur noch von 6,3 % der Bevölkerung geteilt.

Die Politbeobachter weisen darauf hin, dass griechische Behörden, die den steigenden Puls in der Innenpolitik nicht senken können, das „Instrument der Türkenfeindlichkeit“ eingeschaltet haben, um die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf das Ausland zu richten. Jedoch hat diese traditionelle Politik diesmal nicht funktioniert. Nach Ansicht von Experten, war die Angst der Griechen in den Studien vergangener Jahre grösser. Doch der „tiefe Staat“ in beiden Ländern, die die Probleme zwischen den beiden Ländern ständig an der Tagesordnung hielt und die Krise mit der „Türkenfeindlichkeit“ überwinden wollte, hat nun ihre Glaubwürdigkeit verloren. Da „die Türkenphobie“, die als ein Ergebnis der seit jeher systematisch betriebenen griechischen Nationalpolitik immer an erster Stelle stand, jetzt relativ zurückgegangen ist, sind Experten der Ansicht, dass sich die griechische Bevölkerung „nun bewusst ist, wie man bisher versucht hat, die tatsächlichen Probleme zu verhüllen“.

Die Experten erinnerten an das wichtige Ergebnis einer Studie zum Thema „das Image der Türken und Griechen unter Vorschulkindern“, das noch vor einigen Jahren bei Kindern durchgeführt wurde, die noch nicht schreiben und lesen konnten. Diese Studie stelle demnach das typische Beispiel dafür, wie eine offizielle Geschichtseinstellung an Kinder von fünf Jahren übermittelt wurde.

Die Untersuchung, die in der griechischen Zeitung Ta Nea vom 27. März 2005 mit dem Titel „Türken Fresser mit Schnuller – Der Nationalfeind aus den Augen der Vorschulkinder“ veröffentlicht wurde, ist interessant. Sie zeigt das Bild des „Nationalfeindes“ unter den Kindern, die noch keinen Geschichtsunterricht haben. Ein Bild, das aus der Beobachtung der Freundes- und Familienkreise, den Geschichten ihrer Großmütter und vor allem durch das Fernsehen geschaffen wurde. Diese Untersuchung der West Mazedonischen Universität zeigt, wie die kleinen Versuchspersonen den stereotypen Begriff von „guten Griechen schlechten Türken“ sich angeeignet haben und die Türkenfeindlichkeit somit am Leben gehalten wird.

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